Deutschland ein Land von Pflegemuffeln?

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Ratlos
PKV Kenner
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Re: Deutschland ein Land von Pflegemuffeln?

Beitrag von Ratlos » 17.05.2011, 20:09

Hallo Pfleger,

die Bundesregierunghat doch reagiert und plant eine neue Gesetzgebung, um berufstätigen Angehörigen die Pflege zu erleichtern. Sie bekommen dann zwei Jahre lang 3/4 ihres Gehalts und müssen nur halbtags dafür arbeiten. Das Dumme ist nur, dass sie in den zwei darauffolgenden Jahren voll Arbeiten müssen und auch nur 3/4 ihre Gehalts bekommen. Letztendlich ist die Pflege also doch immer wieder mit einem finanziellen Verlust verbunden. Aber wer soll auch die Kosten dafür auffangen? Es kann doch niemand von der Allgemeinheit verlangen, also vom Steuerzahler, dass er die Kosten dafür trägt, wenn ich zum Beispiel meine Eltern pflege. Nur ist die Belastung einer Pflege auch bei halbtägiger Tätigkeit schon recht groß und wer weiß, wie es dann zwei Jahre später aussieht, ob man dann gesundheitlich überhaupt noch in der Lage ist, Vollzeit zu arbeiten. Und was mache ich, wenn meine Eltern nach den zwei Jahren immer noch pflegebedürftig sind? Dann kann ich noch nicht einmal sagen, ich möchte dauerhaft halbtags arbeiten oder einfach mal ein Jahr aussetzen, denn dann habe ich nicht nur den finanziellen Verlust, sondern auch noch die Verpflichtung, den Anteil des zuviel gezahlten Gehalts wieder abzuarbeiten. So richtig passt das alles nicht. Ich denke mal, finanzielle Verluste lassen sich nicht vermeiden und halte es daher für sinnvoller, wenn man für mehrere Jahre von der Arbeit freigestellt werden kann, ohne Einkommen zu beziehen. Es sollte vielleicht eine ähnliche Regelung geben, wie beim Erziehungsurlaub. Einkommensverluste lassen sich ja vielleicht aus dem Pflegegeld auffangen.

LG

Ratlos

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